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Gottesdienste
Sonntag 9.30 Uhr

Feiergottesdienst in Thun

05.03.2026

Der erste Sonntag im März ist in der Neuapostolischen Kirche seit jeher ein besonderer: Dann wird in den Gemeinden der Entschlafenen gedacht. Auch die Gemeinde Thun hatte sich auf diesen Tag nicht nur musikalisch vorbereitet; mit Apostel Christophe Domenig hatte sich zudem ein seltener Gast angekündigt.

Das Kirchenschiff war gut gefüllt, denn auch die Gemeinden Heimenschwand, Visp und Zweisimmen waren eingeladen. Bereits vor dem Gottesdienst stimmte das Orchester die Besucherinnen und Besucher feierlich ein und intonierte Lieder, die zur Einkehr einluden

Als Grundlage für den Gottesdienst diente das Wort aus Johannes 11,43: «Als er das gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus!»

Der Apostel griff diese Begebenheit auf und erläuterte: «Wenn Jesus Christus Wunder getan hat, war es immer, um zu zeigen, wer der Herr ist, wer der Vater ist, wer Gott ist und welche Liebe und Zuwendung Gott für die Menschheit hat.» Jesus habe offenbaren wollen, wer sein Vater sei und wie er wirke.

Er führte weiter aus, dass es im Alten Testament viele Beispiele gebe, in denen Menschen ihre Komfortzone verlassen mussten und dadurch zum Segen für viele wurden. So habe Abraham seine Heimat verlassen und sich dem Willen Gottes unterstellt. Der Apostel bekräftigte: «Das geschieht uns ja auch, dass Gott zu uns kommt und sagt: Komm und steh auf. Komm heraus aus deinem Jahrhundert, komm heraus aus all dem, was dich beschäftigt.»

Zugleich mahnte er: «Wenn du zurückschaust und dich von der Vergangenheit fesseln lässt, wird es immer schwieriger, das Reich Gottes zu erreichen.»

In seiner Co-Predigt legte Evangelist Daniel Schultheiss den Schwerpunkt auf die Liebe: «Gott ist die Liebe. Und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott in ihm. Gott ist Geist. Aber dieser Geist ist Liebe. Und diese Liebe ist etwas ganz Besonderes. Es ist nicht die Liebe zwischen Menschen. Es ist diese göttliche Liebe, die alles möglich macht.» Den Gottesdienstteilnehmenden gab er mit auf den Weg: «Wir wollen jede Seele lieben.»

Vor dem Fürbittgebet hat der Apostel die Sternenkinder erwähnt, die uns in die jenseitige Welt vorausgegangen sind. , Das Fürbittegebet wurde mit musikalischen Beiträgen umrahmt. Klavier und Orgel schlossen den Gottesdienst mit dem Stück «Wird das nicht Freude sein».

Im Anschluss versammelten sich viele Glaubensgeschwister im Vorraum, um bei Kaffee und Gebäck die Gemeinschaft weiter zu pflegen.

 

Bericht: gw
Fotos: R.Woodtli
Bearbeitung: Christophe Domenig/Brigitte Landmesser