Der erste Anlass fand am Samstag 14. März 2026, in der Neuapostolischen Kirche in Thun statt. Wir fassen die Workshops in einem 2-teiligen Bericht zusammen.
Die Pausen zwischen den einzelnen Workshops konnten im "Raum der Stille", oder beim gemütlichen Zusammensein im Foyer genutzt werden.
"Dankbarkeit gibt Lebenskraft" - mit Rahel Hesse
Frage: muss ich für alles dankbar sein? Wird oft eingefordert. Kinder, wenn das Geschenk nicht gefällt. Dankbarkeit ist Ausdruck, wenn unsere Freude überfliesst.
Ich bin dankbar – stimmt es auch wirklich, wenn wir eine Frage nach dem Wohlergehen, so beantworten?
Was ist Dankbarkeit? Gefühl bei einem Empfang einer Wohltat eines absichtsvollen Gebers. Dankbarkeit gegenüber Gott = das ist die „kosmische“ Dankbarkeit.
Dankbare Persönlichkeiten: Gefühl von Fülle im Leben, Wertschätzung einfacher Freuden, Wertschätzung von anderen. Achtsamkeit ist eine Grundlage der Dankbarkeit. Wenn wir Freude haben, können wir dankbar sein und umgekehrt.
Dankbarkeit ist wie eine Lupe, die uns hilft, das Gute und Schöne wahrzunehmen. Dankbar sein für das scheinbar Kleinste, dafür, dass es uns überhaupt gibt.
Tagesrückblick:
- Was habe ich heute Gutes erlebt? Was hat mir geholfen? Was hat mich gefreut?
Ich lebe von dem kleinen Glück – Aufmerksamkeit ist Voraussetzung für Dankbarkeit. Nicht dankbar sein für ALLES – sondern dankbar sein in ALLEM! Es lohnt sich Dankbarkeit zu pflegen.
"Gott einen Ort sichern" - mit Markus Weber
Am Anfang dieses Workshops haben alle gemeinsam das Lied: "Lass deinen Mund stille sein" gesungen. Danach hat Markus den Begriff "Exerzitien" erklärt. Übungen machen - Exerzitien – heisst aber Gott einen Ort sichern, nicht nur in der Kirche, auch draussen, im Alltag. Ziel dieser Exerzitien = Der Alltag mit seinen Begegnungen, Ereignissen und Freuden – Gott erleben!
Was haben wir mit unseren Augen gesehen? Was mit unseren Gedanken wahrgenommen? Was mit unseren Ohren gehört? Können wir uns an einen Geruch erinnern?
Lass meinen Mund stille sein – es wird geklagt, die Dankbarkeit wird gezeigt. Gefühle werden vor Gott gebracht, wenn Gott uns etwas sagt, sollen wir zuhören, damit wir auch seine Antwort hören.
In der Region Thun gibt es 43 Christinnen und Christen, die sich regelmässig in der Katholischen Kirche treffen. Über Gott reden, zusammen beten. Einige müssen sich die „Ruhe“ dazu erkämpfen, sich vom Alltag freimachen. Gott muss in uns erlebbar sein, in unserem Wesen, wie wir den Tag meistern. Im Gespräch mit Gott merkt man, es bewirkt etwas mit Einem.
Ein Wochenthema aus der Bibel war: Ich bitte um einen inneren Dialog mit Jesus, bei der ich zu meiner ganzen Wahrheit stehen kann.
Die Begegnung am Brunnen von Jesus und der Frau war ungewöhnlich, am Mittag schöpft man eigentlich kein Wasser und Männer sprechen keine Frauen an.
Der persönliche Dialog mit Gott kann sein, ihm zu sagen, was mich momentan beschäftigt.
Begegnung mit Gott im Alltag, oder in der Kirche. Die Menschen sind dann in anderen Lebensumständen. Wenn wir Menschen begegnen und Gespräche führen. Wir können unseren Platz ausfüllen mit den Gaben, die uns Gott geschenkt hat. Dann kann das Reich Gottes in uns wachsen.
Sich die Zeit für Gott nehmen! Auch wenn vielleicht nur wenig Zeit da ist!
Anschliessend gab es ein feines, reichhaltiges Mittagessen, Kaffee, Tee, Kuchen und Früchte. Dabei wurde rege geplaudert, gelacht und gemeinsame Zeit verbracht.
Im 2. Teil gibt es noch mehr interessante Workshops.
Fotos: Isabelle Landmesser
Bericht/Bearbeitung: Brigitte Landmesser